Sonntag, 5. Januar 2014, 21:11 Uhr

Fit im Winter

Barfußgehen im Schnee

Schneetreten soll die Gesundheit fördern und für das körperliche Befinden äußerst wohltuend sein. Regelmäßig durchgeführt, kann es das Abwehrsystem gegen Krankheitserreger stärken sowie Herz und Kreislauf stabilisieren. Es gibt jedoch ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten sollten.

Es kann schon herausfordernd sein, sich bei Minustemperaturen die Schuhe auszuziehen und durch den Schnee zu spazieren. Doch gerade die Kältereize bringen das Immunsystem in Schwung und fördern die Durchblutung. Auch Menschen, die regelmäßig unter kalten Füßen leiden, kann durch die Anwendung geholfen werden.

Um von den positiven Effekten zu profitieren, sollten Sie allerdings ein paar Regeln beachten:

1. Die Füße können vor dem Marsch durch Einfetten geschützt werden.  

2. Halten Sie den übrigen Körper durch reichlich Kleidung warm.

3. Die optimale Schneetemperatur liegt knapp unter 0 bis maximal minus 5° Celsius - darunter drohen Erfrierungen. Neuschnee eignet sich dafür ideal. 

4. Splitt oder Salz sollten nicht gestreut sein.

5. Beschränken Sie Ihren kalten Spaziergang zu Beginn auf eine Minute, und steigern Sie langsam bis auf drei Minuten. Wenn das Immunsystem noch nicht stabil genug ist, kann es sein, dass die positiven Wirkungen sich ins Gegenteil verkehren und Sie sich einen Schnupfen zuziehen.

6. Gehen Sie wie beim Kneippen im Storchengang, also in möglichst hohen Schritten. Bei jedem Schritt wird das Bein zur Gänze aus dem Schnee gezogen.

7. Nach dem Gang streifen Sie den Schnee ab und rubbeln Sie die Beine trocken. Eine kräftige Rötung der Waden signalisiert ein gut reagierendes Gefäßsystem.

8. Ziehen Sie sich abschließend warme Socken an. 

Wer sollte nicht barfuß durch den Schnee laufen?

Da nur gut durchwärmte Körperregionen kalt behandelt werden dürfen, sollte bei fortgeschrittenen Durchblutungsstörungen die Methode nicht angewendet werden.

 

Barfußlaufen soll neben den positiven Auswirkungen auf das Immunsystem die Sinneswahrnehmung steigern und die Fußreflexzonen anregen. Es gibt also genug Gründe, um einen kalten Spaziergang einmal zu wagen. Sie werden es bestimmt bald nicht mehr missen möchten. 

 

 

Bild: Flickr/Ohrfeus