Freitag, 4. Juli 2014, 12:16 Uhr

Lifetime Kräuterkunde

Lifetime Kräuterkunde: Lavendelöl

Der wohltuende Duft von Lavendel beruhigt die Nerven und ist auf vielfältige Weise heilsam für den Menschen. Im Volksmund wird das Kraut deshalb auch Nervenkräutel genannt. Wie Sie aus der Pflanze ein hochwertiges Öl machen können, wollen wir Ihnen in diesem Beitrag zeigen.

Lavendel ist eine besondere Heilpflanze und sehr vielfältig einsetzbar. Er wirkt

  • beruhigend auf die Psyche,
  • antibakteriell bei Hals-, Nasen- oder Ohrenentzündungen,
  • förderlich für die Wundheilung, 
  • pflegend für Haut und Haar sowie 
  • heilend bei Magen- und Darmproblemen.

Auch lästige Insekten soll er fernhalten. Je nach Lavendelart unterscheiden sich die verschiedenen Schwerpunkte. Die größte Einwirkung auf die Psyche sowie auf Wundheilungen erreicht man mit dem Echten Lavendel (Lavandula Angustifolia). Der Tee aus den Blüten gilt als besonders bekömmlich, das Öl dieser Sorte als sehr hochwertig. Es nimmt einen besonderen Platz in der Aromatherapie ein. 

Zur Herstellung:

Grundsätzlich können Sie alle Pflanzenteile des Lavendels verwenden. Den höchsten Anteil an ätherischen Ölen besitzt jedoch die Blüte. Das Ernten der Pflanze ist kurz vor dem Auflbühen der Blüten am besten, also zur Mittagszeit. Achtung: Lassen Sie die abgeernteten Blütenstängel nicht in der Sonne liegen, da sich das Öl sonst verflüchtigt und es so zu Qualitätsverlust kommt. Am besten lagern Sie sie an einem kühlen, schattigen und trockenen Ort, bevor sie weiterverarbeitet werden. 

Tipp: Je mehr Blüten Sie verwenden, desto stärker wird das Aroma. 

Füllen Sie Blüten, Zweige und Blätter (frisch oder getrocknet) locker in ein verschließbares Gefäß und gießen Sie dieses mit einem geruchsneutralen Öl wie etwa mit Mandel-, Distel- oder Olivenöl auf. Lavendel gibt seine eigenen Aromastoffe noch besser ab, wenn sie die Pflanze zuvor mit der Hand leicht zerreiben. Anschließend lassen Sie die Mischung für mindestens einen Monat an einem warmen Ort ziehen, wobei sie täglich leicht geschüttelt werden soll. Danach filtern Sie den Inhalt durch ein saubers Tuch und füllen ihn in ein anderes, saubers Glas. 

Verwendung: 

Das selbst hergestellte Lavendelöl eignet sich am besten für eine entspannende Massage, als beruhigender Raumduft oder Badezusatz. Für den medizinischen Bereich sollten Sie jedoch auf ein reines ätherisches Öl aus der Apotheke zurückgreifen.

 

Foto: Flickr/Andy von der Wurm