Donnerstag, 24. April 2014, 13:02 Uhr

Lifetime Kräuterkunde

Lifetime Kräuterkunde: Mehr Lebenskraft durch Löwenzahn

Auf den Wiesen leuchten allerorts die gelben Köpfe des Löwenzahns. Viele Menschen wissen bereits um die großen Heilkräfte des vermeintlichen "Unkrauts". Was die Pflanze alles kann und wie Sie ihn gezielt für eine Kur einsetzen, darüber berichten wir in der Lifetime Kräuterkunde.

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) ist ein besonders hartnäckiges Kraut. Es wächst aus jeder noch so kleinen Ritze im Asphalt, trotzt der größten Sommerhitze und ist nahezu unverwüstlich. Kein Wunder, dass er genauso kraftvoll auf den menschlichen Körper wirkt. Wer ihn im Frühjahr reichlich auf den Speiseplan setzt, kann damit dem gesamten Organismus sehr viel Gutes tun. Durch seine Bitterstoffe regt er Leber und Galle an, heilt Rheuma, löst Nierensteine auf und lässt unreine Haut verschwinden. 

Wie wird Löwenzahn verwendet?

Die Blätter des Löwenzahns können frisch als Salat, Smoothie oder Saft genossen werden. Sie eignen sich aber auch gedünstet als Gemüse, Suppe oder einfach als Tee. Die gelben Blüten sind nicht nur eine schöne essbare Dekoration – sie lassen sich hervorragend zu Wein, Bier, Blütengelee oder Honig verarbeiten. Auch die Wurzel kann verwendet werden, und zwar als Tee oder in Form von Löwenzahn-Kaffee.  

Löwenzahnkur: Ein Wundermittel für die Verdauung. 

Sehr wohltuend für die Verdauung wirkt eine mehrwöchige Kur, in der Sie so viel frischen Löwenzahn wie möglich auf den Speiseplan setzen. Den Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt. Zustätzlich nehmen Sie noch gleich nach dem Aufstehen Löwenzahnwurzel-Pulver zu sich (das Rezept hierzu finden Sie weiter unten).

Die Kur reinigt sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. Sie steigert die Magensaftproduktion, wirkt appetitanregend und krampflösend, gegen Blähungen sowie Völlegefühl. Zudem wird die Gallensaftproduktion angeregt und der Fettstoffwechsel verbessert. Löwenzahn wird auch erfolgreich bei Gelbsucht, Gallensteinen und Leberzirrhose eingesetzt. Wer einen hohen Blutzuckerspiegel hat, sollte sich täglich eine Tasse Löwenzahntee gönnen oder Wurzelextrakt zu sich nehmen.

Löwenzahnwurzel-Pulver selbst gemacht:

Für die Herstellung des Pulvers ist es wichtig, die Anleitung genau zu befolgen, damit es die größtmögliche Wirkung entfalten kann.  

Rezept:  

eine Handvoll Löwenzahnwurzeln - am besten vor der Blüte ausgraben,
die Blätter kurz unter dem Blattansatz abschneiden,
die Wurzeln NICHT waschen!  

Zum Trocknen bei ca. 38°C verwenden Sie eine Wärmelampe oder einen Brutschrank. Wenn die Wurzeln beim Durchbrechen knacken, können sie zu Pulver vermahlen werden. Dafür eignet sich am besten ein Mörser. 

Verwendung:

Für eine Blutreinigungskur nehmen Sie täglich einen guten halben TL des Pulvers vermischt mit Wasser oder Saft zu sich.

 

Genießen Sie nach einer Woche spürbar mehr Lebensnergie!

 

Foto: Flickr/Dubus Regis