Freitag, 18. Juli 2014, 11:35 Uhr

Wandern mit Kindern.

Richtig Wandern mit Kindern.

Wer mit Kindern unterwegs ist, der sollte stets auf alles vorbereitet sein. Denn die Launen der Kleinen können sich schlagartig ändern. Camilla Schwabl vom Lifetime Hotel DIE Sonne gibt uns wertvolle Tipps, welche über Freude am Berg oder über Resignation entscheiden können.

Wandern mit Babies.

"Grundsätzlich ist eine Tour im Kinderwagen nicht zu empfehlen - auch, wenn das Gerät als bergtauglich deklariert wird. Denn eine Bergwanderung führt schon ohne Kind zu erhöhter Anstrengung und damit zu Müdigkeit, wodurch das Baby im Wagen einer großen Gefahr ausgesetzt ist. Den Kraftaufwand sollte man nicht unterschätzen!" rät Camilla Schwabl vom Lifetime Hotel DIE Sonne. Wer trotz Babypause nicht auf Berwanderungen verzichten möchte, der sollte zumindest ein intensives Bergauf und Bergab vermeiden und mit der Seilbahn die gröbsten Höhenmeter hinter sich bringen. "Um den Druckausgleich in den Ohren des Säuglings zu unterstützen, sollten Sie ihm während der Fahrt ein Fläschchen geben", so die zweifache Mutter.

Wandern mit Kleinkindern.

Ab dem die Kinder selbstständig sitzen lernen, können sie in einer Rückentrage mitgenommen werden. Sie genießen zumeist die Körpernähe der Eltern, wobei auch hier der Kraftaufwand nicht unterschätzt werden darf. Sofern der Träger das Gelände sicher beherrscht und eine gute Kondition hat, ist im Grunde jedes Gelände möglich. Bevor es jedoch in die Berge geht, sollte die Rückentrage bei einer kleinen Tour im Flachland getestet werden. Wichtig: Auch, wenn der tragende Elternteil durch die Anstrengung schwitzt, sollte bedacht werden, dass das Kind bewegungslos in der Trage sitzt. Daher muss es dementsprechend gekleidet werden.

Wandern mit Kindern.

Kinder ab vier Jahren haben im Grunde die Kraft und Kondition für jede erdenkbare Wandertour. Meistens mangelt es an der Motivation. Einfache, ungefährliche Forststraßen langweilen die Kinder meistens schon nach wenigen Minuten. Dann tun ihnen plötzlich die Füße weh, können nicht mehr und wollen getragen werden. Dass diese Reaktionen nicht vom Körper herrühren, sondern von ihrem abenteuerlustigen Geist, erfährt man schlagartig bei steileren Passagen, die heldenhaft gemeistert werden wollen. Man kann sich hier auch mit Utensilien wie Wanderstöcken oder dem Rucksack eines Elternteils unterstützen, die verwendet werden dürfen. Diese bringen wieder Abwechslung in die Sache.

Wählen Sie zudem eine Tour mit Etappenzielen und richtigen Sie sich stets nach der Kondition des Kindes. Es muss nicht immer der Gipfel das Ziel sein. Auch ein schöner Aussichtspunkt oder eine Berghütte, wo gejausnet wird, kann ein tolles Bergerlebnis sein. 

Lifetime Tipps von Camilla Schwabl:

  • ausreichend Essen sowie Trinken mitnehmen, vor allem Snacks wie Riegel, Obst und Jausenbrote, die gemeinsam zubereitet werden;
  • Kleidung für alle Wetterlagen mitnehmen; insbesonders an Regen- sowie Sonnenschutz denken;

  • gemeinsame Touren mit befreundeten Familien planen, diese werden als lustiger empfunden; 

  • abwechslungsreiche Routen wählen; viele tolle Ausflugstipps finden Sie im Sonne Blog

Schöne Familienwanderwege im Pinzgau: 

Erlebnisweg Bockkluft (Dienten am Hochkönig)

Sinne Erlebnispark mit Wasserwelt + Alpenpflanzen- und Kräuterweg (Leogang)

Schmidolins Feuertaufe (Schmitten, Zell am See)

Maisflitzer (Maiskogel; Zell am See-Kaprun)

Foto: Lifetime Hotels