Montag, 17. März 2014, 13:59 Uhr

Sport und Fasten

Sport und Fasten – passt das zusammen?

Der Kreislauf ist während einer Fastenkur hochsensibel. Oftmals fühlen sich Fastende matt und energielos – sie befinden sich in einer so genannten Fastenkrise. Soll hier dem Ruhebedürfnis nachgegeben oder die Hürde durch Sport überwunden werden?

Ist Sport während des Fastens sinnvoll?

Der Körper ist träge, die Zunge pelzig, der Kopf benebelt. Während eines Tiefs haben Fastende oftmals zu kämpfen. Hier noch an Sport zu denken, schwelt bei vielen in weiter Ferne. Doch gerade beim Fasten ist Bewegung unverzichtbar. Denn während des Nahrungsverzichts baut der Körper Stoffe ab, die er nicht braucht. Das betrifft neben den Kohlehydraten und Fetten auch das Eiweiß, was wiederum den Körper schwächt. Bewegung fördert die Ausscheidung von Abbauprodukten über Lunge, Haut, Nieren und Darm und sorgt dafür, dass es nicht zum Abbau des wertvollen Muskeleiweißes kommt. Sport hilft darüber hinaus, Gewohnheiten zu ändern und mehr Schwung ins Leben zu bringen.

Auf die Intensität kommt es an.  

Grundsätzlich können alle herkömmlichen Sportarten wie Laufen, Radfahren, Wandern, Yoga, etc. wie gewohnt weiter ausgeführt werden. Kraftstudio und Fitnesscenter sollten Sie jedoch auslassen. Der Muskulatur genügt ein geringer Reiz, um den Eiweißabbau zu verhindern.

Die Belastungsgrenze des Körpers ist bei Fastenden unterschiedlich ausgeprägt. Stimmen Sie deshalb Ihren Bewegungsplan unbedingt nach Ihrer körperlichen Verfassung ab. Gerade in den ersten drei Tagen der Umstellung sollten Sie ja nicht übertreiben und die Intensität deutlich reduzieren, und zwar um mindestens 20 %! Später können Sie den Umfang wieder steigern. Viele Fastende berichten, dass sie in einen Zustand der Euphorie fallen und gar nicht mehr aufhören wollen. Überforderung Sie sich jedoch nicht und nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. 

Tipp: Für Fastende empfiehlt sich Bewegung an der frischen Luft, vor allem Wandern, da der Körper auch über die Lungen und über die Haut entschlackt.

 Sport und Fasten passt zusammen, wenn Sie...

  • plötzliche Bewegungen sowie Sprints und Schnellkraftübungen weglassen,
  • an flauen Tagen nur moderat trainieren,
  • Ihren Trainingsplan Ihrer täglichen Verfassung anpassen,
  • immer wieder Ruhephasen einplanen.

Fazit: 

Beim Fasten gilt: Bewegung ja, Belastung nein. Bewegen Sie sich bei ausgedehnten Spaziergängen, Walking, leichtem Jogging und Radfahren, am besten an der frischen Luft. Damit stabilisieren Sie vor allem beim Fasten den Kreislauf und verhindern einen verstärkten Abbau von Muskeleiweiß.

 

Foto: TVB Saalbach Hinterglemm