Dienstag, 15. Oktober 2013, 16:35 Uhr

Wandern

Wie sinnvoll sind Wanderstöcke?

Stöcke gehören für viele Wanderer neben einem sicheren Schuhwerk, einem gut sitzenden Rucksack und einer wetterfesten Bekleidung zum fixen Bestandteil der Ausrüstung. Doch sind Wanderstöcke überhaupt notwendig? Welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich?

Wanderstöcke entlasten die Gelenke und sorgen für einen sicheren Auf- sowie Abstieg. Das ist der Grund, warum viele auf die kleinen Helfer schwören. Andererseits können sie auch den Gleichgewichtssinn und den Aufbau von körpereigener Stützkraft schwächen. Vor allem Geübte vertreten diese Ansicht. 

Es gibt viele Vor- und Nachteile, was den Einsatz von Wanderstöcken betrifft. Da jeder Mensch andere Bedürfnisse hat, kann hier nicht auf eine einheitliche These zurückgegriffen werden. Jeder muss für sich selbst abwägen, ob er Wanderstöcke einsetzen will oder nicht. Das Wichtigste dabei: immer auf den eigenen Körper achten!

Vorteile von Wanderstöcken:

  • erleichtern vor allem in steilem Gelände den Auf- und Abstieg.

  • sorgen für eine gleichmäßige Belastung und für Stabilität. 

  • effektives Training für die Schultermuskulatur.   

  • vermindern die Abnutzung der Gelenke.

  • sorgen für eine höhere Trittsicherheit und Stabilität.

Tipp: verstellbare Teleskopstöcke sind besonders praktisch, da sie an das Gelände angepasst werden können.

Nachteile von Wanderstöcken: 

  • verhindern, dass sich der Körper an Belastungen anpassen kann.

  • erhöhen die Neigung zu größeren Schritten, was unsere Knie stärker belastet.

  • höheres Verletzungsrisiko bei nassem oder spitzem Gestein, da die Stöcke leicht wegrutschen.

Die Qualität ist entscheidend.

In erster Linie ist die Qualität der Wanderstöcke entscheidend. Wichtig ist, dass Wanderstöcke TÜV geprüft sind und eine Haltekraft von mindestens 60 Kilogramm haben.

Auch die Verarbeitung der Stöcke ist bedeutend. Hier ist auf einen guten Schließmechanismus zu achten, denn dieser kann bei niedriger Qualität während der Wanderung kaputt gehen und so zu einem Sturz und Verletzungen führen. Ebenfalls ungeeignet zum Wandern sind Nordic Walking Stöcke. Diese sind deutlich weniger stabil als Wanderstöcke und können bei zu großer Belastung brechen.

Fazit

Junge und fitte Bergsteiger sollten auf Wanderstöcke verzichten und nur in extremen Gelände darauf zurückgreifen. Wichtig sind Stöcke für Ältere oder Übergewichtige Wanderer. Ebenso für Menschen, die mit Knie- oder anderen Gelenkproblemen zu kämpfen haben. 

Wer also gesundheitlich die Wahl hat, der sollte den größten Teil der Tour ohne Stöcke zurücklegen.

 

Foto: TVB Naturpark Almenland